Der letzte Besatz für dieses Jahr!


Der etwa 4 km lange Bach bildet im Süden zusammen mit der Aue den zweiten Abfluss aus dem Zwischenahner Meer. Vom Fähranleger der Weißen Flotte verläuft er in südlicher Richtung durch den KurortNordwestlich von Querenstede mündet die Bäke als linker Nebenfluss in die Aue


Unter Leitung von Dr. Jens Salva, Biologe des Landesfischereiverbandes, und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bad Zwischenahn sowie der Ammerländer Wasseracht haben Mitglieder des Fischereivereins Bad Zwischenahn den Unterlauf der Speckener Bäke vor der Einmündung in die Aue revitalisiert
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Für den Bau der Eisenbahnunterführung in Bad Zwischenahn war eine Grundwasserabsenkung nötig, das eisenhaltige Wasser wurde über die Speckener Bäke, welche das Meer im Strandpark verlässt und in Ekern in die Aue mündet, abgeführt. Dabei ließ sich nicht vermeiden, dass sich das Eisen im Sediment der vom Fischereiverein gepachteten Bäke absetzt und zu einer Verschlechterung der Wasserqualität führt. Der Verein hat von der Gemeinde eine Ausgleichszahlung erhalten und sich entschlossen, diese zweckgebunden einzusetzen.Gemeinsam mit Dr. Salva hat der Fischereiverein über Wasseracht und Landkreis die wasserbaurechtliche Genehmigung eingeholt, so dass mit den Arbeiten für die Revitalisierung der letzten 300m in Ekern Anfang April begonnen werden konnte. An sieben Tagen, vornehmlich nach Feierabend und am Wochenende, fanden sich 25 Mitglieder des Vereins ein, um die Arbeiten durchzuführen.Ziel ist die Wiederherstellung eines hochwertigen Lebensraumes für bachtypische Tier- und Pflanzenarten. Hierzu bedient man sich einfacher Mittel und bringt gezielt Strukturelemente in Form von Totholz und Kies ein. Dadurch wird das Wasserprofil eingeengt und somit die Fließgeschwindigkeit und damit verbunden die Schleppkraft des Wassers erhöht, was zu einem vermehrten Abtrag von Feinsediment, einer Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff und zu einer Ausbildung eines Bachlaufes mit unterschiedlichen Tiefen und Strukturen kommt. Diese so entstandenen neuen Lebensräume werden im Laufe der Zeit durch spezialisierte Tier- und Pflanzenarten besiedelt und der urtypische Bachlauf entsteht. Erfahrungsgemäß benötigt die Natur für die Wiederbesiedlung des Lebensraumes etwa zwei Jahre, wenn keine negativen Einflüsse von außen auf das Gewässer einwirken.
Ob sich die gewünschten Erfolge einstellen, wird durch die Gewässerwarte des Fischereivereins im Rahmen eines Monitoring überwacht. Hierzu wurde vor Ausbau der Bäke ein E-Fischen durchgeführt, wobei kein Fisch festgestellt wurde. Kontrollfischen werden nun jährlich über die Entwicklung des Fischbestandes Aufschluss geben.

Zu den geleisteten 300 Stunden durch die Vereinsmitglieder investierte der Fischereiverein mehrere tausend Euro für die Beschaffung des Materials, u.a. etwa 80 Tonnen Weserkies.

Im Namen des Fischereivereins bedankt sich der Vorsitzende Stefan Berger bei den beteiligten Behörden für die unproblematische Zusammenarbeit sowie den unmittelbaren Bäkenanliegern, die einen freien Zutritt an das Gewässer ermöglicht und den Ausbau mit Interesse verfolgt haben.

Trotz der hohen finanziellen Aufwendungen und der zu leistenden Arbeit ist es Ziel des Vereins, möglichst bald ein nächstes Teilstück in Angriff zu nehmen.

Wer sich den Ausbau der Bäke vor Ort anschauen und/oder einen finanziellen Beitrag leisten möchte – Spendenquittungen können auf Wunsch ausgestellt werden - kann mit dem Fischereiverein unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   Bericht: Stefan Berger

   
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